Mein akademischer Hintergrund liegt in der Erziehungswissenschaft. Promoviert habe ich an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zu Relational Becoming – zu sozialer Zugehörigkeit als Prozess des Mit-Werdens.
Diese relationale Grundlage trägt bis heute, wie ich Bildung und Transformation denke: nicht über fixe Identitäten oder technische Lösungen, sondern über Beziehungsweisen, in denen Menschen und Nicht-Menschliches einander begegnen.
Aktuell forsche ich zu Musik und Klang als Räume sozial-ökologischer Transformation. Am Klang fasziniert mich dessen Bewegung und Flüchtigkeit: Im Moment des Hörens ist er bereits vergangen oder noch nicht da. Tanzflächen interessieren mich als gemeinschaftliche Orte, an denen Zugehörigkeit und Wandel nicht nur gedacht, sondern erlebt werden. In meinem laufenden Forschungsprojekt Shifting Basslines untersuche ich, wie Clubkultur Teil sozial-ökologischer Transformation werden kann.
Neben der Forschung entwickle ich Bildungsmaterialien, kuratiere Diskursformate, moderiere und produziere Podcasts. Über die Jahre habe ich an mehreren Hochschulen gelehrt, Vertretungsprofessuren wahrgenommen und mit Kulturinstitutionen, Forschungsinstituten und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammengearbeitet.
Mein methodisches Repertoire liegt in der qualitativ-ethnographischen, partizipativen und praxeologischen Forschung. Mein Modus ist transdisziplinär. Nicht im Sinne von „Wissenschaft plus Praxispartner“, sondern als ernsthafte Bereitschaft, Methoden, Sprache und Autorität zu teilen.
Ich lebe in Berlin und bin Mama eines kleinen Sohnes. Aufgewachsen bin ich in Thüringen während der Wende- und Nachwendejahre. Diese Erfahrungen prägen meinen Blick auf Bildung, Zugehörigkeit und Wandel bis heute.